Clean Meat

Fleischalternativen aus dem Labor

Fleisch aus dem Labor – die Zukunft der Ernährung? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Food-Journalistin und Politikwissenschaftlerin Nadine Filko in ihrem Sachbuch „Clean Meat“ (Langen Müller, 224 Seiten, 18 Euro).

In Deutschland ist die Diskussion darüber noch nicht so recht aufgekommen, wenn auch die Anuga erste Auftritte dieses jungen Wirtschaftszweiges erlebte. Deutsche Verbraucher können sich noch nicht so recht vorstellen, im Labor bzw. industriell erzeugtes „Kulturfleisch“ zu essen (sie bevorzugen offenbar industriell erzeugtes Fleisch aus Massentierhaltung), und auch deutsche Start-ups liegen weit hinter Anbietern aus den Niederlanden, Israel und den USA zurück. Nadine Filko listet die Vorteile des „In-vitro“-Fleisches auf (kein Tierleid, weniger Treibhausgase) und schlüsselt auf, wie weit die deutsche Industrie ist (Wiesenhof ist hier ein Vorreiter). Sie macht außerdem klar, dass der Gastronomie hier eine entscheidende Bedeutung zukommt, Fleischalternativen etwa in Burgern populär zu machen. Das Buch ist ein guter Einstieg in die aktuellen Debatten und geht das Thema aus Sicht der Wissenschaft, Wirtschaft, und Politik bis hin zu den Landwirten, Gastronomen und Konsumenten an.

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